[:de]Wohin mit den Bildern?[:]

[:de]Ein jeder von uns kennt das „Problem“: Wenn ich Bilder mache, entstehen Daten, viele Daten. Alleine ein RAW Bild meiner Kamera schlägt mit ca. 30MB zu Buche. Die müssen ja irgendwo hin. Und auch so, dass ich sie in 20 Jahren noch wiederfinde, und mich darüber amüsieren kann, was ich damals für Bilder gemacht habe 😇
Schon vor längerer Zeit habe ich mir Gedanken darüber gemacht: Wo speichere ich die Bilder, die ich mache, ab?! (das Wie ist noch mal eine ganz andere Frage 😜).
Da das Thema neulich in einer Facebook Gruppe wieder aufkam, und ich gestern wieder von (m)einer Datensicherungslösung überrascht war, habe ich mich dazu entschieden diesen Artikel zu schreiben.

So bitte nicht!

Berufsbedingt kommt es immer wieder vor dass Leute mit einer externen Festplatte vor mir stehen und mir mit Tränen in den Augen berichten, dass Sie alle Ihre Bilder auf dieser einen externen Festplatte gespeichert haben. Genau diese Festplatte wird nun nicht mehr vom PC erkannt und somit sind natürlich erst Mal alle Bilder nicht mehr lesbar. Dann ist natürlich guter Rat teuer. Noch teurer ist allerdings die Datenrettung die dann meistens erforderlich ist. Ob diese dann erfolgreich ist, das steht noch auf einem ganz anderen Blatt.🤔

Doppeltgemoppelt hält einfach besser!

An diesem, doch schon sehr alten Spruch, ist was Wahres dran! Wenn ich die Bilder an zwei Orten sicher (von mir aus zwei externe Festplatten), dann kann mit dem einen passieren was will, ich habe die Bilder auf dem anderen Speicherort noch mal.
Die einfachste Variante: Alle Bilder (prinzipiell könnte ich auch von allen Dateien sprechen) habe ich auf meinem Computer gespeichert und sichere diese regelmäßig noch auf eine externe Festplatte.

Nun wird es besser!

NAS des Herstellers Qnap

Eine schöne Variante seine Bilder zu sichern ist ein sogenanntes „NAS“. NAS steht für Network Attached Storage (zu Deutsch: Netzgebundener Speicher) und ist nichts anderes als eine externe Festplatte, die im (W)Lan verfügbar ist. Somit kann ich von allen Computern, Fernsehern, ja sogar Kameras, darauf zugreifen und meine Bilder sichern, bearbeiten und wiedergeben. Wenn man es richtig macht, merkt man noch nicht mal mehr den unterschied ob man nun auf der lokalen Festplatte seines Computers die Bilder speichert, oder aber auf dem NAS.
Konfiguriert werden die meisten NAS über eine Weboberfläche, die einfach von einem Computer mittels Webbrowser aufgerufen werden kann (wie bei einem Router auch).
Was macht ein NAS so besonders: In den meisten Fällen hat ein NAS nicht nur eine Festplatte, sondern gleich mehrere (meist eine grade Anzahl). Man kann ein NAS so einrichten dass die Bilder (bzw. Daten) nicht nur auf eine Festplatte, sondern auf zwei Festplatten gleichzeitig gespeichert werden.
Das ganze schimpft sich „RAID“ was für Redundant Array of Independent Disks (zu Deutsch: Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten) steht. Hierauf nun genauer einzugehen würde den Rahmen sprengen. 🤓 Nur ganz kurz: Bei einem RAID Level 1 werden alle Daten auf zwei Festplatten gleichzeitig gespeichert. So kann eine Festplatte kaputt gehen, und ich habe immer noch alle meine Dateien. Im optimalen Fall werde ich darüber informiert dass eine Festplatte kaputt ist, kaufe eine neue Festplatte, tausche die defekte aus und schon kopiert mir das NAS die Dateien auf die neue Festplatte, so dass alles wieder beim Alten ist.
Nur eine Frage bleibt: Was ist wenn das NAS abbrennt, geklaut wird, unter Wasser steht oder sonst irgendwie beide Festplatten gleichzeitig beschädigt werden?!

Jetzt wird es noch besser!

Wir alle kennen Amazon. Dieses kleine schnuckelige Online Kaufhaus in dem es vom Stativ, über Speichertasche bis zum Hustenbonbon alles gibt. 😜
Diese bieten einen kostenpflichtigen (70€ im Jahr; Stand: 13.07.17) Dienst „Amazon Drive“, was nichts anderes als eine online Festplatte ist, an.

Kurzer Einschub:
Jetzt werden viele wieder aufschreien: Meine Daten irgendwo im Internet?! Ich denke da muss man bei Amazon sich keine Gedanken machen. Amazon ist der größte Anbieter von solchen Diensten weltweit. Und egal ob man ein iPhone, Android oder Microsoft Handy besitzt, und seine Daten von diesem bei dem vermeintlichen Anbieter speichert: Alle Anbieter speichern ihre Daten bei Amazon!

Somit kann man seine Daten dorthin auslagern und muss sich keinen Kopf mehr machen bzw. externe Festplatten kaufen.
Und das Beste: Wer Amazon Prime Mitglied ist, (8,99€ im Monat; Stand: 13.07.17) hat in seiner Mitgliedschaft schon unbeschränkten Speicherplatz für Fotos (ja, auch RAW Dateien gehören dazu!!!) bei Amazon Drive mit drin!
Also ab seine Bilder bei Amazon gespeichert, und gut ist es!

Übersicht des benutzen bzw. verfügbaren Speichers

Was die Sache richtig angenehm macht, sind die zahlreichen Handy Apps von Amazon. So hat man seine ganzen Bilder immer dabei!
Oder man kann sie von seinem Computer ganz einfach hochladen.

Nun wird es genial!

Übersichtlich und aufgeräumt: Die Qnap Hybrid Backup Sync App

Es gibt noch eine weitere Steigerung. Und von der bin ich im Moment so begeistert, dass es mich dazu getrieben hat diesen Bericht zu schreiben:
Die Kombination aus einem NAS (von Qnap) und Amazon Drive.
Hier mal die Konstellation wie sie bei mir vorhanden ist:
Ich besitze ein NAS des Herstellers Qnap (kann gut sein das andere Anbieter die nun beschriebene Funktion auch aufweisen können).
Das Qnap NAS bietet eine App „Hybrid Backup Sync“ (noch in der Beta Variante). Diese ist mittlerweile auch in der Lage mit Amazon Drive zu kommunizieren und lädt so selbständig alle Dateien zu Amazon Drive hoch!
Da ich „nur“ Amazon Prime Kunde bin, und somit nur Bilder bei Amazon kostenlos speichern kann, habe ich einen Filter in der Cloud Backup App definiert, so dass nur Bilder hochgeladen werden.

Die Filtereinstellungen sind etwas gewöhnungsbedürftig. Durch den Eintrag bei „Sonstiges“ kann man den Upload Vorgang auch noch um RAW Dateien erweitern, die von Amazon auch als Bilddateien erkannt werden.

Was passiert nun? Der erste Upload Vorgang hat knapp einen Monat gedauert. Schließlich mussten gut 1 Terabyte an Bildern von mir auf den Amazon Server kopiert werden. 😏
Nun läuft es aber wie Lack: Kaum habe ich einen neuen Ordner erstellt in dem sich neue Bilder befinden, so ist dieser auch schon in meinem Amazon Drive vorhanden.
Gestern Abend habe ich ein Bild bearbeitet, habe es als Version 1 gespeichert und so bei mir gedacht: Mal schauen ob das Bild nachher auch in deinem Amazon Drive ist. Ich rufe also die Webseite auf und es war schon vorhanden!

Einfach GENIAL!!!

Somit sind zumindest meine Bilder echt dreifach gesichert:

  • Zum einen auf zwei Festplatten in meinem NAS
  • Dann noch auf einer weiteren Sicherungsfestplatte an meinem NAS
  • Und nun noch bei Amazon Drive

Jetzt dürfte eigentlich nichts mehr passieren 😊[:]

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